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40 JAHRE RA ANDERNACH

„Radio Andernach“ – Deutschlands außergewöhnlichstes Radio feierte 2014 seinen vierzigsten Geburtstag!

AUDIO :

"Radio Andernach" - Deutschlands außergewöhnlichstes Radio, das Radio der Truppenbetreuung der Bundeswehr, feierte am 21. Oktober 2014 seinen vierzigsten Geburtstag. Feiern Sie anhand zahlreicher O-Töne mit!

„Radio Andernach“, das ist der bereits 1974 in Andernach am Rhein, daher der Sendername, in der Krahnenbergkaserne gegründete Truppenbetreuungssender der Bundeswehr. Um ihn terrestrisch zu hören und um eine QSL-Karte zu ergattern, muss man entweder im afghanischen Kabul sowie Mazar el Sharif oder im Kosovo, den der-zeitigen Einsatzorten der Bundeswehr vor Ort sein, oder eine Web-streamfreischaltung besitzen. Zu Weihnachten 2009 war dieser Stream mal für einige Stunden für jedermann freigeschaltet, der Autor dieses Artikels nutzte die einmalige Chance auf eine Empfangs-bestätigung. Vielleicht kennt jemand ja einen Nachbarn, der bei der Bundeswehr tätig ist und über den Webstream verfügt. Denn auch in Zukunft wird Radio Andernach ein Exot unter den Radiosendern bleiben, wie Kommandeur Oberst Christian Bader ausführte: „ Nach dem öffentlichen Recht und der Verfassung sind wir kein Radio-sender, wir sind lediglich begrenzt auf terrestrische Ausstrahlung in den Einsatzgebieten. Das ist zurzeit formale Rechtslage, weil es darum geht, nur und ausschließlich unsere Soldaten zu erreichen.“ Kurzum, „Radio Andernach“ verfolgt die besondere Aufgabe, die Verbindung der deutschen Soldaten im Auslandseinsatz zur Heimat aufrecht zu erhalten. Und das auf seine ganz besondere, den militärischen Bedürfnissen angepasste Art. Seit 40 Jahren! Am Dienstag, den 21. Oktober 2014 wurde am jetzigen Standort des Senders, in der General-Delius-Kaserne in Mayen in der Eifel dieses Ereignis mit einem großen feierlichen Programm und hochkarätigen Gästen aus Politik und Militär gewürdigt. Tagesschau, SWR-Landesschau, „Die Welt“ und weitere Medien berichteten. Was seinerzeit unter dem Begriff „PSV – Psychologische Verteidigung“ begann, fällt heute unter den Begriff „Operative Kommunikation der Bundeswehr“. Die gesamte Veranstaltung stand unter der Schirm-herrschaft von Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen.Organisatorenteam überwältigt vom Erfolg Ihres Festkonzeptes Mitorganisator und Redakteuroffizier Hauptmann Tobias Bach zeigte sich am Dienstagabend des 21. Oktober 2014 ziemlich abgekämpft, aber nicht aus militärischer Sicht, sondern aus der Sicht des Fest-organisators. Bereits Ende 2013 hatten er und sein Team erste Vor-stellungen zu einer Feier entwickelt und das Konzept Anfang 2014 den Vorgesetzten vorgestellt: „Die haben manchmal dicke Backen gemacht und wenn man diese verrückte Geschichte des 21. Oktobers in militärischen Sprechgebrauch zusammenfassen will, das ist ja eine ganz eigene Sprache, dann steht man da schon das eine oder andere Mal vor der einen oder anderen Herausforderung, aber das haben wir auf jeden Fall gemeistert!“ sagte ein überglücklicher Hauptmann am Ende der mehr als gelungenen Feier.Christlicher Auftakt der FeierlichkeitenDie Feldjäger hatten zu tun an diesem denkwürdigen 21. Oktober: Sie kontrollierten die zahlreichen Gäste, die sich in die Kaserne begaben, darunter auch viele Ehemalige des Senders, wie der Autor dieses Artikels, der 1976/77 Grüße via Radio Andernach in die Welt ver-schickte. Damals noch per Magnetband an die zahlreichen Übungs-standorte der Bundeswehr im Ausland, wie in El Paso (USA), Goose Bay (Kanada), Decimomannu (Italien) oder Fontainebleau (Frank-reich). Dort wurden die in Andernach produzierten Sendungen von offiziellen Rundfunksendern vor Ort ausgestrahlt. Heute sorgen Satelliten und Webstream für eine schnelle und verzögerungsfreie Übertragung. Zum Auftakt der Feier traf man sich zum Feldgottes-dienst, bei dem Militärdekan Armin Göllner hervorhob: „Wir feiern, dass Menschen in Verbindung miteinander treten, seit 40 Jahren durch Radio Andernach!“ Ergänzt durch die Worte des evan-gelischen Standortpfarrers Dr. Klaus Beckmann: „Das Medium des Wortes , das hilft dazu, das Menschen Menschen bleiben, das eigene Denken und Nachfragen nicht aufgeben, nicht zu Maschinen werden, zu Kampfrobotern gar. Im Wort bist Du Mensch, einer, der zwar Uniform trägt, doch nie Uniform wird.“ Videogrußbotschaften des katholischen Militärbischofs Dr. Franz-Josef Oberbeck und des evangelischen Militärbischofs Dr. Sigurd Rink schlossen sich an.Fußball zugunsten des BundeswehrsozialwerkesMit einem Prominentenfußballspiel, bei dem unter anderem Mitglieder der Heavy-Metal-Band „Lordi“, Mitglieder der Rockband „Kissin` Dynamite“, die durch das Fernsehen berühmt gewordenen Autoteile-händler „Ludolfs“ aus dem Westerwald und der Inspekteur der Streit-kräftebasis Vizeadmiral Manfred Nielson aktiv teilnahmen, wurde die Feier fortgesetzt. Der Ball sollte mit Fallschirmspringern der Sport-fördergruppe der Bundeswehr ins Stadion gebracht werden. Aufgrund der windigen Wettersituation musste dies unterbleiben. Eine Alter-native war schnell gefunden und so ratterte der gute alte Bell-UH1-Hubschrauber mit dem Ball ins Stadion ein. Das von Oberfeldwebel Ina Fleig organisierte Spiel wurde mit rheinischem Humor von keinem Geringeren, als dem Kultschiedsrichter Walter Eschweiler gepfiffen, der „Lokomotive Radio Andernach“ gegen die „Füße Gottes“ antreten ließ. Die professionelle Stadionmoderation übernahmen Thomas Wagner vom Sky-Fernsehen und Piet Ahrens, der langjährigen Jugendmanager des TuS Mayen. Geburtstagsüberraschung mit eigenem Radio Andernach Song!„Das ist das Einsatzradio“ rapten Soldat Kevin Motzkus und seine Schwester Vanessa nach dem Fußballspiel sehr überzeugend. Dieser Radio Andernach Song, professionell produziert, hat durchaus das Format, neben der historischen Klassiker „Lili Marleen“ zu einer weiteren Hymne des Senders mit dem Slogan „Soldaten senden für Soldaten“ zu werden.Präsentation der Truppenteile und eine Sendekabine für das Militärhistorische Museum DresdenZwar dominierten in der Ausstellung die modernen mobilen Radio-kabinen für redaktionelle Arbeit und für Livesendungen vor Ort an den Einsatzorten auf dem Kasernenhof neben der Darstellung weiterer Aufgabenfelder, wie der Flugblattverteilung durch Abwerfen von Heliumballons, aber ohne feste Studios geht es nicht. In den Mayener Studios wird hauptsächlich das 24 Stunden-Programm gemacht, das von den Sendungen der Vor-Ort-Studios an den Einsatzorten ergänzt wird. Und Frauen am Mikrofon, das gab es in den Anfangsjahren des Senders nicht. Oberfeldwebel Christin Rudolf, „mich nennt man Chrissi“, führte professionell durch die Außenveranstaltungen. So auch bei der Übergabe der altgedienten Senderkabine aus dem Jahr 1976 durch den Abteilungsleiter der Abteilung Einsatz, Oberst Harald Belz, an den stellvertretenden Leiter des militärhistorischen Museums in Dresden, Oberstleutnant Peter Haug. Stabsfeldwebel Andre Merken-Schönebeck wusste dann auch eine Menge über die „Reisen“ der Kabine zu berichten. Unter anderem war das portable Studio in Bosnien-Herzegowina und Kroatien im Einsatz, um letztendlich noch 2013/14 in Afghanistan zum Einsatz gekommen zu sein. Die Bedeutung des Senders in der heutigen ZeitAls den Höhepunkt der Feierlichkeiten zu 40 Jahre Radio Andernach gab es den „Feierlichen Appell“. Hierzu waren unter den Klängen des Luftwaffenmusikkorps Münster sämtliche Truppenteile des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr mit ihren rund 900 Mit-arbeitern angetreten. Der als Vertreter der Verteidigungsministerin eigens aus Berlin angereiste parlamentarische Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe stellte unter anderem fest: „Die Kombination aus der sprichwörtlichen Brücke in die Heimat und einer Programmgestaltung nah an der Truppe macht Radio Andernach so beliebt und einzigartig. Nicht zu vergessen, die vertrauten Klänge des Musikprogrammes. Auch das schafft Normalität an Orten, die manchmal alles andere als normal sind und wo man im Kopf Normalität braucht, um Kraft zu tanken“. Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson, betonte: „Gerade in den Einsatzgebieten ist Radio Andernach so etwas, wie ein Stück Heimat. Auch der wildeste Krieger wird irgendwann einmal sentimental, und da schafft Radio Andernach über Jahrzehnte hinweg die Brücke in die Heimat. Die Weihnachts-tage im Einsatzgebiet ohne Radio Andernach sind für mich nicht vorstellbar!“ Der Kommandeur des “ Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr“ Oberst Christian Bader zeigte sich stolz, „stolz auf meine Männer und Frauen, die dieses Radio be-treiben, mit Enthusiasmus, mit Leidenschaft, mit Hingabe!“ Abendlicher Empfang mit knackiger Rockmusik Begeisterte am Nachmittag die Kochnationalmannschaft der Bundes-wehr mit weltmeisterlicher Currywurst, so überzeugte diese Gruppe unter Leitung von Kapitänleutnant Fred Kaspar Nett und Teamkapitän Stabsunteroffizier Thomas Kucharski am festlichen Abend mit raffinierten Menüs auf dem Niveau der Spitzengastronomie. Den Kampfanzug mit ansehnlicher Abendgarderobe getauscht moderierte Hauptfeldwebel Selina Schmitt zusammen mit dem Bundeswehr-medienberater Klaus Pokatzky (u.a. bekannt vom Deutschlandradio) den Abend. In ihrer Videobotschaft machte die oberste Dienstherrin, Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen deutlich, dass der Sender eine ganz wichtige Brücke zwischen der Heimat und dem Einsatz darstellt. „Er bietet Truppenbetreuung im allerbesten Sinne des Wortes! Professionalität, Aktualität, Glaubwürdigkeit, vor allem aber ein großes Verständnis für die Lage und die Bedürfnisse der Kameradinnen und Kameraden in den Einsätzen, das ist die Rezeptur, mit der Radio Andernach sich in der Bundeswehr un-verzichtbar gemacht hat,“ hob die Ministerin das Engagement aller ehemaligen und jetzigen Aktiven hervor. Oberstleutnant Heiko Albert Rönsch dankte als Chefredakteur seinen Radiomachern und stellte die besondere Verantwortung gegenüber den Kameradinnen und Kameraden heraus. Die Laudatio sprach der ehemalige Intendant der Deutschen Welle, Professor Dieter Weirich, der sich als zu den Soldaten sprechender Reserveoffizier verstand. Als Geschenk über-brachte er ein Foto, auf der die von der Deutschen Welle gespendete 3,60 Meter Satellitenantenne für den Empfang des Deutschen Welle Fernsehens beim ersten Auslandseinsatz von Radio Andernach in Somalia zu sehen ist. Als abschließenden Höhepunkt des Tages wurde die Chronik des Senders mit Audio-CD vorgestellt. Außerge-wöhnliche 250 Seiten, die nicht nur mit geschichtlichen Fakten protzen, sondern mit viel Herzblut persönliche Erlebnisse der Soldaten aus vier Radiojahrzehnten auch anhand zahlreicher Fotos präsentieren. So etwas landet nicht gleich als reine Faktensammlung im Bücherregal, sondern wird vielmehr mit Interesse und großer Freude gelesen! Die aus Polizisten bestehende Band „M-Bates“ ließ den großen „Feiertag“ des Senders mit professionell dargebotenen Musikstücken ausklingen. Noch bis spät in die Nacht tauschten Ehemalige und derzeit Aktive zu den Klängen zum Radio Andernach DJs Ihre Erlebnisse und Erinnerungen zu 40 Jahre „Radio Andernach“ aus. Horst Garbe im Oktober 2014

Der feierlicher Appell mit dem Luftwaffen-musikkorps Münster (oben). Festorganisator Hauptmann Tobias Bach im Interview mit Hauptfeldwebel Christin „Chrissi“ Rudolf (unten).

Die Laudatio hielt der ehemalige DW-Intendant Professor Dieter Weirich (oben).Fernsehprominenz: Uwe Ludolf (Mitte) und „Manni“ Ludolf (rechts mit Mütze) in ungewohntem Einsatz (unten)!

Manfred Nielson, Ralf Brauksiepe und Christian Bader stellten sich den Fragen der Presse (links). Die rund 250 Seiten dicke Chronik des Senders (rechts). Die erste Ausgabe wurde von HptFw Selina Schmitt (links) und Klaus Pokatzky (Mitte) an den Chefredakteur OTL Heiko Albert Rönsch überreicht (Foto ganz rechts).



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